Vielleicht hast du den Dünndarm deines Hundes bisher kaum bewusst wahrgenommen. Das liegt daran, dass dieser Abschnitt normalerweise leise und zuverlässig arbeitet: wenig Bakterien, ein klar strukturierter Ablauf und eine stabil gehaltene Dünndarmflora. Gerade weil hier so viel Präzision herrscht, fällt es erst auf, wenn sich etwas verändert – Veränderungen, die später oft zu Themen wie SIBO beim Hund führen können, auch wenn sie anfangs unscheinbar wirken.
Der Dünndarm hat eine besondere Funktionsweise: Er arbeitet schnell, effizient und sehr selektiv. Hier findet der wichtigste Teil der Nährstoffaufnahme statt. Gleichzeitig ist er darauf angewiesen, dass das Futter gleichmäßig und im richtigen „Tempo“ ankommt. Er kann nicht kompensieren wie der Dickdarm, er hat keine Ausweichmechanismen – er ist darauf angewiesen, dass alles, was zu ihm gelangt, gut vorbereitet ist und richtig dosiert.
Genau deshalb führen Veränderungen im Dünndarm selten zu lauten, klaren Symptomen. Stattdessen entstehen kleine Ungereimtheiten: ein Hund, der mal schlechter frisst, mal sensibel reagiert, mal unruhig ist. Ein Kotbild, das von Tag zu Tag oder sogar innerhalb eines Tages schwankt. Sachen, die nicht so eindeutig sind, aber „nicht rund laufen“.
Und genau hier beginnt das Thema SIBO, eine Fehlbesiedlung des Dünndarms, die nicht einfach dadurch entsteht, dass Bakterien „falsch“ sitzen, sondern weil sich die Bedingungen so verändert haben, dass sie dort bleiben können.
Was SIBO beim Hund eigentlich bedeutet
SIBO beim Hund bedeutet nicht einfach, dass „zu viele Bakterien“ im Dünndarm leben. Es bedeutet, dass sich die Bedingungen dort so verändert haben, dass Bakterien bleiben und sich vermehren können – an einem Ort, der normalerweise nur wenig Besiedlung zulässt.
Der Dünndarm arbeitet im Normalzustand wie eine gut abgestimmte Produktionsstraße: Enzyme greifen ineinander, die Weiterbewegung des Futters folgt einem festen Rhythmus, und nur wenige Bakterien sind überhaupt in der Lage, sich dort aufzuhalten. Diese Klarheit ist gewollt – der Dünndarm soll Nährstoffe aufnehmen, nicht fermentieren.
Wenn jedoch Futterreste liegen bleiben, Enzyme nicht optimal arbeiten oder der Takt gestört ist, verändert sich das Milieu. Bakterien aus dem Dickdarm oder der Nahrung finden plötzlich Bedingungen vor, die ihnen ermöglichen, sich zu vermehren. Der Dünndarm wird zu einem Ort, der für sie nährstoffreich und schwach geschützt erscheint – und genau daraus entsteht eine Fehlbesiedlung.
Wichtig ist:
🔹SIBO ist kein eigenständiges Krankheitsbild.
🔹 SIBO ist ein Symptom einer tieferliegenden Störung.
Und genau diese Störung gilt es zu verstehen.
Warum SIBO beim Hund entsteht
SIBO entsteht nie zufällig. Der Dünndarm ist so konstruiert, dass Bakterien dort kaum Chancen haben. Wenn sie sich also trotzdem ansiedeln, hat sich an anderer Stelle etwas verändert. Die vier wichtigsten Ursachen lassen sich gut voneinander abgrenzen:
Der Dünndarm verliert seinen Rhythmus
Der Verdauungstakt ist einer der wichtigsten Faktoren.
Zwischen den Mahlzeiten arbeitet der Migrating Motor Complex (MMC) – eine Reinigungswelle, die Reste, Gase und Bakterien weitertransportiert.
Wenn Stress, Schmerzen, Angst oder Entzündungen diesen Takt durcheinanderbringen, läuft dieser Reinigungsprozess nicht mehr zuverlässig ab.
Der Dünndarm arbeitet dann zwar noch, aber nicht mehr im richtigen Timing.
Folge:
- Futterreste bleiben länger liegen
- Enzyme arbeiten ungleichmäßig
- Bakterien finden Nährstoffe, die sie eigentlich nie bekommen sollten
Ein aus dem Takt geratener Dünndarm ist einer der häufigsten Gründe, warum SIBO entsteht.
Die Schleimhaut ist gereizt oder geschwächt
Die Dünndarmschleimhaut ist ein hochaktives Organ. Sie entscheidet, welche Stoffe aufgenommen werden und welche nicht.
Und sie schützt vor Bakterienkontakt.
Ist sie gereizt, z.B. durch Futtermittelunverträglichkeiten, Gastritis, Medikamente oder chronische Entzündungen, verliert sie einen Teil ihrer Kontrolle. Bakterien können leichter anhaften, und der Dünndarm reagiert mit Unruhe, Gärungsprozessen und schlechterer Nährstoffaufnahme.
Dies ist einer der Gründe, warum Hunde mit SIBO oft:
wechselhafte Kotkonsistenzen zeigen
- schlechtere Vitaminwerte haben
- wechselhafte Kotkonsitenzen zeigen
- unverdautes Futter ausscheiden
- Gewichtsprobleme entwickeln
Probleme in der Verdauungsvorarbeit
Sobald Magen oder Bauchspeicheldrüse nicht optimal arbeiten, verändert sich alles, was beim Dünndarm ankommt:
- Die Magensäure bereitet das Futter nicht optimal vor.
- Der Magen entleert sich zu langsam oder zu ungleichmäßig.
- Die Bauchspeicheldrüse liefert Enzyme nicht zuverlässig.
Als Ergebnis bekommt der Dünndarm:
- zu große Portionen auf einmal
- unzureichend voraufgespaltene Nährstoffe
- Futter, das länger liegen bleibt
Und genau das ist ein idealer Nährboden für Bakterien, die dort gar nicht hingehören.e nicht vollständig verarbeiten – und liegengebliebene Reste sind genau das, was Bakterien im Dünndarm so attraktiv finden.
Ein gereizter Dickdarm beeinflusst den Dünndarm
Der Dickdarm beeinflusst den Dünndarm stärker, als viele vermuten.
Wenn im Dickdarm:
- viel Gärung stattfindet
- viel Gas entsteht
- Schleim produziert wird
- der pH-Wert stark fällt
… dann verändert das auch die Bedingungen weiter oben.
Drei Mechanismen spielen eine Rolle:
- Gasdruck drückt Bakterien rückwärts in den Dünndarm.
- Entzündungen im Dickdarm senden Stresssignale nach oben.
- Stoffwechselprodukte reizen die Dünndarmschleimhaut.
Das bedeutet:
Eine Dickdarm-Dysbiose kann SIBO auslösen oder aufrechterhalten.
Wie sich SIBO beim Hund bemerkbar macht
SIBO zeigt sich selten in einem einzigen klaren Symptom. Viel typischer ist eine Kombination aus vielen kleinen Hinweisen, die im Alltag oft nicht direkt miteinander verbunden werden. Gerade deshalb ist SIBO beim Hund so schwer einzuordnen: Die Symptome wirken verstreut, kommen und gehen, verändern sich im Tagesverlauf – und führen dadurch leicht auf falsche Fährten.
Trotzdem gibt es Muster, die für SIBO sehr typisch sind. Wenn man sie einmal verstanden hat, erkennt man sie bei vielen Hunden wieder.
Magen-Symptome
Viele Hunde mit SIBO wirken zunächst, als hätten sie ein Magenproblem. Das liegt daran, dass Reizungen und Gase aus dem Dünndarm nach oben drücken und dort Funktionen beeinflussen.
Typische Anzeichen sind:
- Schmatzen, besonders am Morgen
- Aufstoßen, manchmal auch mit leichten Geräuschen
- morgendliche Übelkeit oder leichte Inappetenz
- Appetitschwankungen, die sich nicht erklären lassen
Diese Symptome entstehen nicht, weil der Magen selbst „krank“ ist, sondern weil der Dünndarm seinen Rhythmus verloren hat. Die Grenze zwischen Magen und Dünndarm ist sensibel – und wenn es darunter unruhig ist, wirkt sich das fast immer auch ein Stück weit nach oben aus.
Viele Halter:innen sind überrascht, wenn sie hören, dass ein „Magenproblem“ oft eigentlich aus dem Dünndarm kommt. Genau das macht SIBO so schwer erkennbar.ntstehen, weil sich Gase und Reizungen im Dünndarm nach oben fortsetzen und die Magenfunktion beeinflussen.
Dünndarm-Symptome
Im Dünndarm selbst wird SIBO am deutlichsten sichtbar. Hier entstehen Symptome, die zeigen, dass das Futter nicht mehr vollständig aufgespalten oder nicht gleichmäßig weiterbewegt wird.
Dazu gehören:
- breiiger Kot, der zwischen gut, weich und fast flüssig wechseln kann
- unverdaute Futterbestandteile, obwohl die Bauchspeicheldrüse normal arbeitet
- laute Darmgeräusche, manchmal über Stunden
- Gasbildung, die Druck, Unruhe und Bauchziehen verursacht
- Gewichtsabnahme, obwohl der Hund gut oder sogar viel frisst
Viele Hunde mit SIBO wirken gleichzeitig hungrig und werden trotzdem dünner. Das liegt nicht an „zu wenig Futter“, sondern daran, dass die Nährstoffaufnahme im Dünndarm gestört ist und Bakterien einen Teil der Nährstoffe selbst verbrauchen.
Oft sieht man auch Hunde, die nach bestimmten Futtermengen deutlich schlechtere Verdauung haben als nach kleinen Portionen. Der Dünndarm kommt mit der Menge an ungleichmäßig aufgespaltenem Futter einfach nicht zurecht.
Dickdarm–Symptome
Der Dickdarm muss verarbeiten, was aus dem Dünndarm ankommt. Wenn oben Unruhe herrscht, findet unten fast immer ein Ausgleich statt.
Typische Muster:
- häufiger Kotabsatz (2, 3 oder mehr Kotsätze pro Tag)
- Schleimbildung, wenn der Dickdarm überfordert ist
- Drängender Kotabsatz, besonders nach Bewegung oder Aufregung
- Konsistenzwechsel, die sich nicht durch Futterwechsel erklären lassen
Sehr typisch – und für SIBO fast schon ein Erkennungszeichen – ist:
Der erste Kot ist gut, alle weiteren werden weicher, breiiger oder schleimiger.
Dieses Tagesverlaufs-Muster zeigt, dass der Dünndarm nicht gleichmäßig arbeitet. Der Dickdarm bekommt unregelmäßig Portionen an Nahrungsbrei und versucht ständig auszugleichen. Genau dieses Hin-und-Her führt zu wechselnden Kotbildern, die Halter:innen oft ratlos machen.
Symptome, die man leicht falsch einordnet
Es gibt eine Reihe von Beschwerden, die viele Halter:innen nie mit dem Dünndarm verbinden würden – die aber sehr häufig auftreten, wenn SIBO vorliegt. Sie entstehen durch Stoffwechselprodukte, Histamin, Nervenreizungen und den engen Zusammenhang zwischen Darm und Nervensystem.
Dazu gehören:
- Juckreiz, besonders ein diffuser Juckreiz ohne klare Hautveränderungen
- Schlafprobleme, Unruhe am Abend, häufiges Umlegen
- Analdrüsenprobleme, besonders wenn sie „immer wieder“ auftreten
- Bauchziehen, veränderte Liegepositionen, häufiger Positionswechsel
- Unruhe oder leichte Nervosität, weil der Darm das Nervensystem beeinflusst
Diese Symptome wirken oft wie „eigene Baustellen“, sind aber in vielen Fällen die indirekte Folge der gestörten Prozesse im Dünndarm.
Ein häufiges Muster bei Hunden mit SIBO ist auch, dass sie an manchen Tagen völlig unauffällig wirken und an anderen Tagen sehr sensibel. Dieses Hin-und-Her entsteht durch die Kombination aus unregelmäßiger Weiterbewegung des Futters, wechselnden Gärungsprozessen und der Reaktion des Nervensystems.chselhaften Kotbildern, Magenunruhe, Dünndarmbeschwerden und Dickdarmreaktionen und kann ein entsheidender Hinweis sein
Wie SIBO beim Hund festgestellt wird
SIBO gehört zu den Erkrankungen, die man nicht über einen einzigen Laborwert erkennen kann. Es gibt keinen „SIBO-Test“, der wie ein Schwangerschaftstest einfach positiv oder negativ anzeigt. Stattdessen entsteht die Diagnose über ein Zusammenspiel verschiedener Hinweise – ein Muster, das sich aus Blutwerten, Kotbefunden und Alltagsbeobachtungen ergibt.
Das nimmt zuerst die Unsicherheit, weil man nicht „blind nach einem Wert“ suchen muss, und gibt gleichzeitig einen klaren roten Faden:
Wenn mehrere dieser Hinweise zusammenkommen, wird SIBO sehr wahrscheinlich.
Was Blutwerte über den Dünndarm verraten
Bestimmte Blutparameter zeigen früh, dass der Dünndarm nicht mehr so arbeitet, wie er sollte. Sie sind keine Beweise für SIBO, aber sehr deutliche Wegweiser.
Vitamin B12
B12 wird am Ende des Dünndarms aufgenommen.
Wenn Bakterien sich dort vermehren, nutzen sie B12 selbst – und dem Hund fehlt es.
Typisches Muster bei SIBO:
- niedriger B12-Wert
- Hund wirkt müde, gestresst, appetitschwach
- Verdauung schwankt
Ein B12-Mangel ist einer der stärksten Hinweise auf eine Fehlbesiedlung – vor allem, wenn gleichzeitig der Kot nicht gut aussieht.
Folsäure
Folsäure kann bei SIBO erhöht sein, weil bestimmte Bakterien sie selbst produzieren.
Nicht immer, aber oft im Gesamtbild ein wichtiger Hinweis.
TLI und cPLI – warum Pankreaswerte relevant sind
Viele Hunde mit SIBO haben gleichzeitig eine gereizte oder unruhig arbeitende Bauchspeicheldrüse.
- cTLI hilft, eine EPI auszuschließen.
- cPLI zeigt, ob die Bauchspeicheldrüse entzündet oder überlastet ist.
Beides ist diagnostisch wichtig, weil Pankreasprobleme die Verdauungsvorarbeit stören – und dadurch sehr häufig SIBO verstärken.
Erst wenn man diese Punkte gegeneinander abgrenzt, wird sichtbar, wo der Ursprung der Beschwerden liegt.
Was ein Kotbefund über SIBO aussagt – und was nicht
Ein Kotprofil „testet“ nicht auf SIBO.
Aber es zeigt die Folgen, die SIBO hinterlässt – und das ist oft aussagekräftiger als ein direkter Test.
Typische Hinweise:
Gärungsflora & niedriger pH-Wert
Wenn der pH-Wert stark sinkt, deutet das auf Gärung hin – und Gärung findet oft statt, wenn unzureichend verdautes Futter in den Dickdarm gelangt.
Histaminbildner
Hohe Histaminbildner sind ein Zeichen, dass Bakterien Inhalte fermentieren, die eigentlich nicht fermentiert werden sollten.
unverdaute Bestandteile im Kot
Besonders interessant wird es, wenn:
- unverdaute Stückchen sichtbar sind
- die Elastase trotzdem normal ist
Dann ist meistens klar: Die Schwachstelle liegt im Dünndarm, nicht in der Bauchspeicheldrüse.
Schleim & häufige Entleerungen
Das ist die Reaktion des Dickdarms auf unregelmäßig ankommende Anteile aus dem Dünndarm.
Der Kotbefund ist in der SIBO-Diagnostik kein Hauptbaustein, aber er ergänzt das Bild so deutlich, dass er kaum wegzudenken ist.
Typische Alltagsmuster – oft der wichtigste Hinweis überhaupt
Der Tagesverlauf der Verdauung
Das ist eines der charakteristischsten SIBO-Muster:
- Erster Kot: geformt, gut.
- Zweiter, dritter Kot: weich, breiig, manchmal schleimig.
Dieses Muster zeigt, dass der Dünndarm nicht mehr gleichmäßig arbeitet. Es ist nicht durch Futter erklärt, nicht durch Stress allein – sondern durch eine gestörte Weiterbewegung im Dünndarm.
Die Verdauung „springt“ hin und her – gut, schlecht, gut, schlecht
An einem Tag passt alles, am nächsten ist der Hund unruhig, hat Bauchgeräusche oder weichen Kot.
Dieses Wechselspiel ist typisch für SIBO und selten für klassische Magen- oder reine Dickdarmerkrankungen.
Morgendliche Beschwerden
SIBO-Hunde zeigen besonders häufig:
- morgendliches Schmatzen
- leichtes Würgen
- leichte Übelkeit
- kleine Fresspausen direkt nach dem Aufstehen
Das passiert, weil nachts Gärung stattfindet und Gase sich nach oben drücken.
4. Empfindlichkeit auf Fett
Viele Hunde mit SIBO reagieren auf Fett mit:
- Gärung
- Bauchziehen
- weichem Kot
- Unruhe
- Schleim
Das liegt daran, dass Fett die Magenentleerung bremst und die Dünndarmarbeit erschwert.
5. Gewichtsabnahme trotz Appetit
Ein typisches Zeichen dafür, dass:
- Nährstoffe nicht vollständig aufgenommen werden
- Bakterien im Dünndarm einen Teil des Futters selbst verbrauchen
6. Baucheinziehen & Unruhe
Viele SIBO-Hunde legen sich ständig um, strecken sich, laufen unruhig herum – einfach, weil Druck und Gase den ganzen Bereich belasten.
Diese Muster sind bei manchen Hunden sehr auffällig, so dass sie alleine anhand dieser Alltagsbeobachtungen eine hohe SIBO-Wahrscheinlichkeit zeigen.
Warum Atemtests beim Hund nicht funktionieren
Atemtests, wie man sie aus der Humanmedizin kennt, sind für Hunde nicht zuverlässig. Sie sind nicht validiert, schwer durchführbar und liefern keine sicheren Ergebnisse. Darum werden sie in der veterinärmedizinischen Diagnostik nicht eingesetzt.
Die Diagnose entsteht aus dem Gesamtbild
SIBO wird nie über einen einzigen Wert diagnostiziert. Das Entscheidende ist immer das Muster:
- etwas passt im Dünndarm nicht
- die Verdauung ist wechselhaft
- der Kot zeigt typische Veränderungen
- Blutwerte liefern Wegweiser
- der Hund wirkt zeitweise „unrund“, obwohl nichts geändert wurde
Wenn mehrere dieser Hinweise zusammen auftreten, liegt der Verdacht auf SIBO sehr nahe – und die Behandlung kann gezielt ansetzen.
Viele Hunde zeigen Beschwerden, die sich nicht eindeutig einer einzelnen Verdauungsstörung zuordnen lassen. Ein bisschen Magen, ein bisschen Dünndarm, ein wenig Dickdarm – und dazwischen Phasen, in denen alles wieder gut aussieht. Genau dieses wechselhafte Bild ist es, das SIBO oft so schwer greifbar macht.
Wenn man aber versteht, wie der Dünndarm normalerweise arbeitet und an welchen Stellen das System „kippen“ kann, wird vieles deutlich klarer:
SIBO ist kein eigenes Krankheitsbild, sondern ein Hinweis darauf, dass der Verdauungstakt aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Für viele Hundehalter:innen bedeutet dieses Verständnis vor allem eines: endlich nachvollziehen zu können, warum der Hund so reagiert, warum sich der Kot so verändert und warum vermeintlich kleine Details im Alltag plötzlich Bedeutung bekommen.
Und erst, wenn diese Zusammenhänge sichtbar werden, wird auch die Frage möglich, die am Ende wirklich relevant ist:
Was muss sich verändern, damit der Dünndarm wieder so arbeiten kann, wie er eigentlich soll?
Du hast jetzt einen Überblick darüber bekommen, wie SIBO entsteht, warum die Beschwerden oft so wechselhaft sind und welche Muster im Alltag darauf hinweisen können.
Wenn du die Zusammenhänge noch tiefer einordnen möchtest – zum Beispiel,
- wie der Dünndarm im Detail arbeitet,
- warum Rückfälle so häufig auftreten,
- welche Rolle Magen, Bauchspeicheldrüse und Dickdarm wirklich spielen,
- und wie man SIBO Schritt für Schritt besser versteht
dann kannst du dir meinen ausführlichen Leitfaden herunterladen:
👉 SIBO beim Hund verstehen – Ein ausführlicher Leitfaden
Dort findest du alle Hintergründe aus diesem Artikel in einer vertieften, gut strukturierten Form – mit Zusammenhängen, die im Blog aus Platzgründen keinen Raum hatten.











Vielen Dank für diesen Artikel, klar und verständlich. Ich kannte SIBO bislang nicht, aber beim lesen hatte ich das Gefühl es wir über unseren Otis berichtet.
Hallo Maike,
Welches Labor empfiehlst du, um eine Kotprobe zu machen und vor allem, welches Kotprofil wäre sinnvoll. Es gibt bei den Laboren so viel auszuwählen, da bin ich völlig überfordert. Mein Hund hat immer wieder Probleme. Es könnte in Richtung Sodbrennen, SiBO, Bauchspeicheldrüse oder Unverträglichkeit gehen.. Herzlichen Dank
Liebe Maya,
als Hundehalterin geht es am einfachsten über Enterosan-Vet.
Die wichtigen Werte für einen aussagekräftigen Befund sind: Kotflora + Histaminbildner, canine Elastase 1, Gallensäuren, Zonulin.
LG, Maike